An der Fröbelschule in Augsburg-Haunstetten fand ein Projekttag zum „Forschen und Entdecken“ statt. Die Kinder der Schule durften jahrgangsübergreifend an zwei Angeboten teilnehmen.
Brücken – Wunder der Technik, früher und heute
Ein Angebot befasste sich mit Brücken und Brückenbau. Als Erstes wurden in einer Power Point Präsentation exemplarisch einige Brücken verschiedener Zeiten angeschaut. Die Viertklässler brachten ihr Wissen zu verschiedenen Konstruktionen ein. Danach wurde mit Materialien aus dem Merlin-Verlag gebaut, die die Schule über eine großzügige Spende vom Verband der Ingenieure erhielt. Die Aufgabe war: „Baue eine stabile Brücke, über die ein Auto fahren kann!“ Mit großer Begeisterung entstanden in Gruppen unterschiedlichste Brückenkonstruktionen, die sorgfältig und mit viel Spaß von allen auf Stabilität der Pfeiler und Fahrflächen geprüft wurden.
Als letzte Aufgabe bekamen die Kinder nach einer kurzen Einführung zu Leonardo da Vinci, einheitliche Stäbe und die Aufgabe, nach Vorlage eine Leonardo -Brücke nach einem Muster und im Team zu konstruieren – natürlich nur mit Stecken und Legen, ohne Nägel, Kleber oder sonstige Materialien.
Manche schafften den Anfang, manche mehr und einigen gelang es, alle Stäbe zu einer hoch erhobenen Brücke zu verbinden. Dafür war viel Geduld notwendig und die Fähigkeit, gemeinsam immer wieder von vorn anzufangen sowie Fehler zu verbalisieren und zu minimieren, die zu einem Einsturz des Gebauten führten. Die Lösung gab es nur in einem gut funktionierenden Team.
Griff nach den Sternen
Im Projekt „Griff nach den Sternen“ beschäftigten wir uns mit der Nutzung des Weltraums. Christian Schumacher vom deutschen Raumfahrtkonzern OHB SE erklärte den Kindern die Abläufe bei einem Raketenstart und erläuterte, worauf bei der Produktion geachtet werden muss. Mit einem Spiegel und einer Taschenlampe entdeckten die Kinder die Rolle eines Satelliten bei der Live-Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft. Für abschließenden Spaß sorgten die selbstgebauten Raketen, die mithilfe von Natron und Essig in die Luft stiegen und den Kindern das Rückstoßprinzip anschaulich begreiflich machten.
Hoch hinaus
Im Angebot „Hoch hinaus- wir bauen Türme“ hatten die Kinder zunächst die Aufgabe, in einer vorgegebenen Zeit in Partnerarbeit einen möglichst hohen Turm zu bauen. Diese Herausforderung wurde motiviert angegangen, die Zeit genutzt, um Veränderungen vorzunehmen, um den „Nachbarturm“ vielleicht doch noch zu überbieten. Dabei wurde rasch klar, dass es sinnvoll ist, breit zu beginnen und schmal in die Höhe zu bauen. Die Kinder arbeiteten selbstständig mit Arbeitskarten weiter, stellten Vermutungen an und überprüften ihre Annahmen. Dabei bauten sie vorgegebene Türme nach, um deren Stabilität zu prüfen, verglichen Türme aus Bauklötzchen mit dem Bau aus Streichholzschachteln und stellten fest, dass die Standsicherheit größer ist, wenn Steine im Verbund gesetzt werden. Faszinierend war die Erkenntnis, dass aus einem Turm, der aus einem Sechserfundament gebaut wird, tatsächlich Steine für Fenster und Türen entfernt werden können. Dank der vielen Bauklötzchen war ein emsiges und kreatives, aber auch konzentriertes und individuelles Bauen möglich. Der Blick auf ein Bild vom Eiffelturm rundete das eigen Experimentieren ab.
Warum fliegen Flugzeuge?
Im Projekt Papierflieger bauen – oder: Warum fliegen Flugzeuge? erforschten die Kinder mit einfachen Versuchen zunächst, welche 4 Kräfte auf ein Flugzeug wirken und wie es konzipiert sein muss, damit es fliegen kann. Sie experimentierten mit verschiedenen Formen, Klappen, Schwung und Beschwerungen in Form von Kleber oder Büroklammern um eine möglichst gerade und lange Flugbahn zu erreichen.